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In Fräschels ist man offen für erneute Gespräche mit der Nachbargemeinde Kerzers.

 

Fräschels | Am Montagabend genehmigten die Fräschelser Stimmberechtigten an der Gemeindeversammlung alle Geschäfte. In einer Konsultativ­abstimmung zum Kauf einer Waldparzelle zeigten sie sich ablehnend, die Diskussion um erneute Gespräche mit der möglichen Fusionsnachbarin Kerzers klang positiv.

«Die Anforderungen an eine Gemeinde sind heutzutage sehr komplex – und es wird nicht einfacher, sondern noch komplexer. Wir können aber nach wie vor auf eine sehr gut funktionierende und kompetente Verwaltung zurückgreifen», eröffnete der Fräschelser Gemeindepräsident Peter Hauser an der Gemeindeversammlung im Traktan­dum Verschiedenes die Diskussion. Thema ist die mögliche Wiederaufnahme von informativen Gesprächen zu einer möglichen späteren Fusion von Fräschels mit Kerzers. «Wir haben schon vieles mit Kerzers gemeinsam, wie etwa Feuerwehr und Schulen», führte Hauser aus. Ein Bürger bedauerte, dass für Fräschels wohl nur Kerzers als direkte Nachbarin infrage komme, die anderen Nachbardörfer seien schliesslich alle im Kanton Bern. Jemand meinte, dass Fräschels sich ruhig als kostbare Braut zeigen dürfe, aber Gespräche sicher gut seien. Der Gemeindepräsident ergänzte seine Eingangsworte mit: «Selbständigkeit kostet und bedeutet Aufwand. Für kleine Gemeinden wird es schwierig, den Anschluss nicht zu verpassen.» Ein anderer Bürger sagte: «Ich bin Fan von unserem Dorf, dennoch bietet es sich an, mit Kerzers zu sprechen. Es ist geschickt, jetzt zu schauen, bevor es ein Muss wird.» Betont wurde von den Stimmberechtigten am Montagabend auch, dass Kerzers eine gute Infrastruktur habe und auch Fräschels davon profitiere. Die Stimmung ist so, dass die Leute Gesprächen durchaus positiv gegenüberstehen. Im kommenden Jahr wird der Gemeinderat einen Fahrplan für die weiteren Schritte vorlegen. sim

Lesen Sie weiter im «Anzeiger von Kerzers» vom 12. Dezember 2018.