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Einzig rund um die Fackeln war es hell genug, um einander zu erkennen.

 

Kerzers | Am kürzesten Tag mit der längsten Nacht, der Wintersonnenwende, haben die Schülerinnen und Schüler der fünften und sechsten Primarschulklassen in Kerzers ihren Fackelmarsch begangen.  Von fünf Standorten aus ging es zuerst auf den Sonnenberg, dann nach Ried.

Es war gar nicht so kalt, kurz vor fünf Uhr in der Frühe des 21. Dezembers. Die längste Nacht, die Wintersonnen-wende, fiel genau auf das Datum des Fackel-laufs – am Tag, der das Licht wiederbringt. Ein schöner Zufall für den alle zwei Jahre stattfindenden Anlass in Kerzers. Der Grund, wieso dieser am Donnerstag stattfand: «Die Kinder haben bereits am Freitag Ferien, weil Alain Berset zum Bundespräsidenten gewählt wurde und Dominique de Buman zum Nationalratspräsidenten. Im Kanton Freiburg wurde allen Schulen ein freier Tag geschenkt», so Lehrer Samuel Zbinden,
der im Lochholz bei Ried alles für die spätere Ankunft der Schulkinder vorbereitet hatte. Vor dem Coop in Kerzers besammelten sich Fünft- und Sechstklässler, Lehrer und Lehrerinnen sowie Begleitpersonen. Es herrschte eine ausgelassene Stimmung, die Kinder versuchten, möglichst leise miteinander zu sprechen, man wollte die Leute nicht aufwecken. Die Kinder und Erwachsenen hatten
alle eine Fackel dabei. Kurz nach fünf ging es los Richtung Sonnenberg. «Weiss die Lehrerin den Weg dorthin?», fragte eines der Mädchen. Rund ein Drittel der Kinder hatte mittler-weile eine Fackel angezündet, um den Weg zu erhellen. Im Dorf halfen noch die Stras-senlaternen, aber in der Niederried-strasse, nach den letzten Häusern, war es stockdunkel und der Feuerschein der Fackeln hilfreich. sim

Lesen Sie weiter im «Anzeiger von Kerzers» vom 4. Januar 2018.